Informations- und Kommunikationstechnik

Blockschaltbild zur Aufzeichnung des Chromasignals

Im Folgenden wird die Aufbereitung des Chromasignals mit den wichtigsten Hilfssignalen zur Aufnahme auf das Videoband beschrieben. Das Signal (Video IN / FBAS) gelangt vom Steckverbinder JSB4 über den PIN 32 an einen Transistorverstärker. Nach PIN 30 folgt ein Bandpassfilter mit der Mittenfrequenz des FHT von 4,43 MHz. Das so aufbereitete Chromasignal wird über PIN 23 auf eine geregelte Verstärkerstufe (AGC) gegeben.

Im sich anschließenden Block (Modul 1 oder Main BM) findet die Abwärtsmischung zum Color-Under-Signal statt. Das konvertierte Chromasignal mit 626,9 kHz durchläuft einen Ausgangsverstärker und kann am PIN 17 gemessen werden. Von dort gelangt es an einen Tiefpassfilter mit der oberen Grenzfrequenz von 1,4 MHz. Es folgt eine Impedanzwandlerstufe, Buffer Q8001. Als Chroma-Out Signal geht es über den Steckverbinder JSA4 zur Signalzusammenführung mit dem YFM-Signal und zum Videokopftrafo.

Dem Abwärtskonverter Modul 1, Main BM – Balanced Mixer, wird eine im IC8001 erzeugte Hilfsfrequenz zugeführt. Mit ihr wird der FHT von 4,43 MHz auf die neue Trägerfrequenz von 626,9 kHz herabgemischt. Der neue Träger muss die zuvor beschriebenen notwendigen Phasendrehungen aufweisen. Der zugesetzte Mischträger muss daher diese Phasendrehungen mitbringen.

Es werden zwei Oszillatoren verwendet, wovon einer quarzstabilisiert auf 4,43 MHz schwingt (PIN 38, 39) und ein VCO auf 5,02 MHz frei schwingender Oszillator. Die VCO-Frequenz wird um den Faktor 321 heruntergeteilt. In einer Phasenvergleichsstufe wird mithilfe aufbereiteter Horizontalsynchronsignale eine Regelspannung erzeugt, die den VCO auf 5,015625 MHz phasenstarr zum Horizontalsynchronsignal zieht. Am TP 8002 PIN 43 kann diese Oszillatorfrequenz gemessen werden. Sie durchläuft zwei weitere Teiler mit den Teilerfaktoren 2 und 4 und hat dann die zeilengetriggerte Frequenz von 626,9531 kHz.

Diese Frequenz gelangt in einen 4stufigen Phasenschieber, der die Phase von Stufe zu Stufe um 90° weiterdreht. Gesteuert wird der Phasenschieber von einem Ringzähler, der ebenfalls zeilengetriggert ist. Er wird vom Kopfumschaltimpuls zurückgesetzt und gestartet. Ein High-Signal vom Kopfschaltimpuls gibt den Ringzähler frei. Wenn der zweite Videokopf seine Spur beschreibt liegt ein Low-Signal an mit dem der Ringzähler auf 0° zurückgesetzt und angehalten wird.

Das so aufbereitete Oszillatorsignal wird mit dem 4,43 MHz Quarz-Oszillatorsignal im Modul 2, dem Sub BM – Balanced Mixer gemischt. Die Additionsfrequenz behält ihre spezielle Phasenshift bei und hat eine Frequenz von:
f = f1 + f2 = 4,43361875 MHz + 0,626953125 MHz =  5,060571875 MHz
Am PIN 44 kann das Signal gemessen werden. Es wird über ein steilflankiges Bandpassfilter dieser Mittenfrequenz gegeben und dann am PIN 20 dem Konverter Modul 1 zugeführt. Das Ausgangssignal ist dann das Color-Under-Signal mit der Trägerfrequenz von 626,9 kHz.

Im Blockschaltbild ist rechts unten die Erzeugung eines Burst Auftastimpuls zu erkennen. Dazu wird das am PIN 54 eingespeiste Horizontalsynchronsignal einmal direkt und einmal über eine monostabile Kippstufe (MM 4,5 μs) auf ein logisches Gatter gegeben. Der Burst Auftastimpuls ist zur Zeit der hinteren Schwarzschulter low aktiv. In der Annahme, dass die monostabile Kippstufe zeitgleich mit dem Auftreten des Synchronsignals mit einer Dauer von rund 4,5 μs gestartet wird und für ungefähr 10 μs aktiv bleibt, tritt der Synchronimpuls scheinbar verzögert auf. Ein Exklusiv-Oder Gatter liefert dann am Ausgang ein Signal, wenn nur ein Eingang High-Potenzial führt, also nur zur Zeit des 'verzögerten' Synchronimpulses. Das Ausgangssignal des XOR-Gatters wird invertiert und steht als Burst-Auftastsignal am PIN 56 zur Verfügung. Am PIN 51 wird es eingespeist und schaltet die Killerstufen.

zum Inhalt, weiter mit: Umschaltung des Videokopfs