Informations- und Kommunikationstechnik

Das Entstehen von Rauschzonen im Bild

Das Bild zeigt das Kopfsignal bei exakt ausgeführter Bandabtastung. Der Signalverlauf zeigt sich dann gleichmäßig und symmetrisch. Am Kopfein- und Auslauf kommt es zum schnellen Ein- bzw. Ausschwingen des Signals.

Bei Gerätesonderfunktionen wie Standbild, Zeitlupe oder Zeitraffer ändert sich der relative Spurneigungswinkel. Je höher die Bandlaufgeschwindigkeit wird, desto geringer ist die Spurlänge, die der Kopf liest, folglich wird der Neigungswinkel größer (steiler).

A = Spurlänge bei stehendem Band
B = Spurlänge bei bewegtem Band
α = Neigungswinkel bei bewegtem Band
β = Neigungswinkel bei stehendem Band

Das folgende Bild symbolisiert das Entstehen von Rauschzonen bei der Standbildwiedergabe. In der linken Bildhälfte läuft der Kopf A in seine richtige Videospur ein. Dabei wird die volle Signalamplitude abgetastet. Danach gerät der Kopf in die Nachbarspur, der Kopfspur B und infolge des Azimutwinkels nimmt die Signalamplitude zur Bildmitte hin ab. Zum unteren Bildteil steigt die Signalamplitude wieder an, da dann der Kopf vom nächsten Bild wieder die ihm zugeordnete Kopfspur A abtastet.

Erfasst der Kopf beim Einlauf die Nachbarspur B, so ist der obere Bildrand infolge des Azimutwinkels verrauscht. Die Bildmitte wird korrekt dargestellt, denn hier ist der Kopf in seiner richtigen Spur A. Zum Kopfauslauf gelangt er wieder in die Nachbarspur B des Folgebildes. Der Azimutfehler bewirkt die Abnahme der Signalamplitude und das Bild wird verrauscht dargestellt.

Bei den Sonderfunktionen bedarf es daher einer sehr guten Servoregelungen, damit stets die richtige Videospur abgetastet wird. In dieser Betriebsart wird der Capstanantrieb in einer Art Schrittschaltung betrieben, sichtbar im ruckartigen Bandtransport.

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