Widerstandswerte nach IEC-Norm

Der Widerstandsnennwert wird für die Betriebstemperatur von 20°C angegeben. Je nach Bauteilgröße ist er als Zahlenwert direkt, meistens durch Ringe oder Punkte in einem genormten Farbcode verschlüsselt in der Grundeinheit Ohm angegeben. Die Widerstände werden in bestimmten Wertabstufungen hergestellt, die den IEC-Normzahlenreihen entsprechen. IEC steht für International Electrotechnical Commission und befindet sich in Genf, Schweiz. Bei jeder Massenfertigung treten Herstellungstoleranzen auf.

Formel

Nach der internationalen Norm sind die nachfolgenden Auslieferungstoleranzen einzuhalten:

IEC-Reihe der Auslieferungstoleranzen
± 0,10% ± 0,25% ± 0,50% ± 1,0% ± 2,5% ± 5,0% ± 10% ± 20%

Die Staffelung der Nennwerte ist so gestaltet, dass sich die Toleranzbereiche berühren, nicht oder nur gering überschneiden. Die Grafik zeigt die Zahlenwerte einer Dekade für die Toleranzbereiche 20% und 10%. Eine Dekade ist der Zahlenbereich, bei dem sich der Anfangs- und Endwert um den Faktor 10 unterscheidet, wie im Bereich 10 ... 100 oder 100 ... 1000.

Diagramm der Toleranzbereiche

Die Staffelung bleibt bei allen anderen Dekaden gleich, es wird nur die Kommastelle des Nennwertes verschoben. Die IEC-Reihe mit einer Toleranz von 20% hat pro Dekade 6 Einzelwerte und wird als E6-Reihe bezeichnet. Bei der Toleranz von 10% ergeben sich 12 Werte je Dekade. Es ist die E12-Reihe. Jede E-Reihe hat einen Steigerungsfaktor mit dem sich die Einzelwerte errechnen lassen. Die allgemeine Formel und einige Beispiele sollen das zeigen:

Tabelle

Formeln