Informations- und Kommunikationstechnik

Der Spartransformator

In einem Spartransformator sind die Primär- und Sekundärwicklungen elektrisch (galvanisch) miteinander verbunden. Die Sekundärwicklung, auch Parallelwicklung genannt, liegt in Reihe zur Primärwicklung, die auch als Reihenwicklung bezeichnet wird. Der Spartransformator ist vergleichbar mit einer Spule, die mindestens eine Anzapfung hat. Eingespart wird Kupfer und Eisen, daher die Namensgebung.

Der Spartransformator hat keine galvanische Trennung zwischen dem Primär- und Sekundärkreis.
Nach der VDE 0100 Bestimmung ist der Einsatz eines Spartrafos als Schutztransformator verboten.

Spartrafo

Die Primärwicklung liegt zwischen 1.1 und 1.2 und wird vom Primärstrom I1 durchflossen. Die in Reihe geschaltete Sekundärwicklung zwischen den Anschlüssen 2.1 bis 2.2. wird ebenfalls von I1 durchflossen. Bei Belastung fließt in der Sekundärspule der Laststrom I2. Da die Sekundärseite als Quelle wirkt, ist der Laststrom dem Primärstrom entgegengerichtet. In der Sekundärwicklung fließt somit nur der geringere Differenzstrom, sodass dieser Wicklungsteil schwächer dimensioniert werden kann. Mit einem dünneren Draht wird der Rohstoff Kupfer eingespart.

Es gibt keine Phasenverschiebung zwischen Eingangs- und Ausgangsspannung. Zur Berechnung der Spannungs-, Strom- und Impedanzwandlung gelten die gleichen Beziehungen, wie beim normalen Trafo.

Die Leistungsübertragung vom Primär- zum Sekundärkreis erfolgt zum einen durch Stromleitung über den Anschlusspunkt 2.1, der gemeinsamen Spulenverbindung und im geringeren Maß durch Induktion. Damit kann im Vergleich zum normalen Transformator und Trenntransformator, mit galvanisch nicht verbundenen Spulen, am Kernmaterial gespart werden.