Informations- und Kommunikationstechnik

Blockschaltbild des Luminanz-Aufnahmewegs

Die Aufbereitung des Luminanzsignals wird nachfolgend am Beispiel des Blaupunkt-Videorekorders RTV 301 näher dargestellt. Das Blockbild zeigt einen umgearbeiteten Schaltungsauszug für das dazu im Gerät befindliche IC 3501. Der inzwischen betagte RTV 301 bietet zur Signalverfolgung und zum Studium der Arbeitsweise noch alle Möglichkeiten.

Das Signal vom Tuner oder von der Scartbuchse (Video In, Steckverbinder JSB4) wird über den Koppelkondensator C3507 an PIN 7 der IC-Schaltplatine eingespeist. Der Kondensator muss von relativ großer Kapazität sein, damit auch die niederfrequenten Bildsignale unverzerrt übertragen werden. Sein Wert kann aber um so kleiner ausfallen je höher der Stufeneingangswiderstand ist. Das FBAS-Signal durchläuft einen geregelten Verstärker (AGC). Im Aufnahmebetrieb folgt ein weiterer Verstärker mit dem Ausgang PIN 48. Für den EE-Betrieb, das ist der (Monitorbetrieb) wird das Signal über C3514 am PIN 24 an einen Verstärker gegeben. Am PIN 31 steht es als (Video Out) bereit (Steckverbinder JSB 2).

Vom PIN 48 durchläuft das FBAS-Signal zur Abtrennung des Chromasignals das Tiefpassfilter (FL 3501). Das BAS-Signal wird über einen Impedanzwandler Transistor zwischen PIN 50 und 49 und den Koppelkondensator C3502 an PIN 45 geführt. Es folgt eine Klemmstufe (Clamp) und ein weiterer Aufnahmeverstärker. Über PIN 39 (aus) und PIN 33 (ein) wird ein Amplitudensieb gespeist. Am Ausgang PIN 20 stehen aufbereitete Horizontalimpulse zur Verfügung. Sie gelangen über PIN 9 wieder an die Klemmstufen zurück.

Nach der ersten Klemmstufe (bei PIN 45) wird das BAS-Signal in der Non.-Lin.-Emphasis aufbereitet und von einer Emitterfolgerstufe am PIN 47 ausgekoppelt. Die Einkopplung am PIN 38 erfolgt über C3503 zur nächsten Klemmstufe und der Haupt-Emphasis für den unteren Frequenzbereich 0,1 ... 2 MHz. Das so aufbereitete Signal kann am PIN 35 (TP 3501) oszilloskopiert werden. Es folgt die White-Dark-Clipstufe und gelangt danach mit eingestelltem Signalpegel als Luminanzsignal in den FM-Modulator.

Als frequenzmoduliertes YFM-Signal steht es am PIN 12 zur Verfügung. Mit dem Poti R3521 kann der korrekte Y-Aufsprechstrom (TP 3509) eingestellt werden. Die Frequenz-(Band)-Grenzen werden durch das Hochpassfilter (im Gerät die Bauteile R3522, L3504, C3523, C3524, L3505) eingestellt. Am folgenden Transistor Q3501 (MIX) werden die aufbereiteten Luminanz- und Chromasignale zusammengeführt. Die Transistoren Q3503 und Q3504 bilden den Ausgangsverstärker und speisen den Videokopftrafo (Common).

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